Kostenloses Ingenieurwerkzeug #034

Restlebensdauer aus Vibrationstrend

Schätzen Sie die verbleibende Nutzungsdauer (RUL) anhand von Schwingungstrenddaten. Prognostizieren Sie die Zeit bis zum Erreichen von Alarm- und Gefahrenpegeln mithilfe linearer, exponentieller oder Potenzgesetz-Wachstumsmodelle.

RUL-Schätzer Vorausschauende Wartung Trendanalyse
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Ergebnisse

Verbleibende Zeit bis zum Alarm
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Verbleibende Zeit bis zur Gefahr
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Wachstumsrate
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Wachstumsmodell
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Vibrationszunahme
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Prognostizierte Schwingungspegel

⚠️ Vertrauenserklärung: Diese Schätzung geht von einer unveränderten Fortsetzung des aktuellen Wachstumsmusters aus. Die tatsächliche Restlebensdauer hängt vom Fehlermechanismus, den Betriebsbedingungen, Laständerungen und Wartungsmaßnahmen ab. Sie dient als Richtwert für die Planung – nicht als Garantie. Mehr Datenpunkte und konsistente Messbedingungen verbessern die Genauigkeit.

Lineares Wachstumsmodell

Annahme: Die Vibration nimmt mit konstanter Rate zu.

Für allmähliche Verschleißprozesse wie ungleichmäßiges Wachstum durch Erosion oder Ablagerungen eignet sich das lineare Modell.

Exponentielles Wachstumsmodell

Annahme: Die Schwingungszunahmerate ist proportional zum aktuellen Niveau (Schäden beschleunigen sich):

Das Exponentialmodell stellt die Lagerdegradation und die Ausbreitung von Ermüdungsrissen am besten dar, wobei Schäden weitere Schäden verursachen.

Potenzgesetzmodell

Verallgemeinertes Modell, das sowohl sublineares als auch superlineares Wachstum darstellen kann:

Das Potenzgesetz ist für gemischte Degradationsmechanismen nützlich. Der Exponent p bestimmt das Wachstumsverhalten: p < 1 bedeutet abnehmend, p = 1 linear, p > 1 beschleunigend.

Welches Modell soll ich wählen?

ModellAm besten geeignet fürVerhalten
LinearAllmählicher Verschleiß, Erosion, AblagerungenKonstante Änderungsrate
ExponentiellLagerschäden, RisswachstumBeschleunigung – die konservativsten
PotenzgesetzGemischte/unbekannte MechanismenFlexibel – passt sich der Datenform an

Praktisches Beispiel

Beispiel – Verschleiß von Pumpenlagern

Gegeben: V_Baseline = 2,5 mm/s, V_current = 4,2 mm/s, verstrichene Zeit = 90 Tage, Alarm = 7,1 mm/s

Exponentialmodell:

k = ln(4,2 / 2,5) / 90 = ln(1,68) / 90 = 0,5188 / 90 = 0,00577 /Tag

Alarmzeit: t_alarm = ln(7,1 / 2,5) / 0,00577 = 1,0438 / 0,00577 = 181 Tage ab dem Ausgangswert

Verbleibend = 181 – 90 = 91 Tage von jetzt bis zur Alarmstufe

PF-Intervall: Die Zeitspanne zwischen dem Auftreten eines erkennbaren Fehlers (P) und dem Funktionsausfall (F) bestimmt die Vorwarnzeit. Bei Wälzlagern beträgt das PF-Intervall typischerweise 1–9 Monate, abhängig von Drehzahl, Belastung und Schmierbedingungen.

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Trendanalyse-Tool für vorausschauende Wartung. Letzte Aktualisierung: Februar 2025

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