Weicher Fuß: Ursachen, Diagnose und Behandlung
Weicher Fuß ist eine der häufigsten, aber dennoch unterschätzten Ursachen für übermäßige Vibrationen in rotierenden Maschinen. Laut Statistiken des Kundendienstes, bis zu 80% Viele Maschinen in Industrieanlagen arbeiten mit unkorrigiertem Softfoot. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Einblick in die Physik dieses Phänomens, seine Klassifizierung, Erkennungsmethoden – von Fühlerlehren bis hin zur Schwingungsanalyse über Phasengrenzen hinweg – und praktische Korrekturtechniken.
1. Definition und physikalische Natur
Weicher Fuß Dies ist ein Zustand, in dem ein oder mehrere Maschinenfüße vor dem Anziehen der Befestigungsschrauben keinen vollständigen Kontakt zum Fundamentrahmen (Grundplatte) haben. Beim Anziehen einer solchen Schraube verformt sich das Maschinengehäuse, die Geometrie der Lagerbohrung ändert sich und die Rotorachse weicht von ihrer Sollposition ab.
Physikalisch geschieht Folgendes: Die Anzugskraft einer Schraube an einem Fuß mit unvollständigem Kontakt erzeugt ein Biegemoment im Gehäuse. Diese Verformung wird auf die Lagerstützen übertragen und bewirkt Folgendes:
- Fehlausrichtung der Wälzlager-Innenringe
- Ungleichmäßige Lastverteilung in Gleitlagern
- Winkelversatz gekoppelter Maschinenwellen
- Dynamische Unwucht aufgrund von Rotordurchbiegung
Als Folge davon erhöht sich die Schwingung bei der Rotationsfrequenz (1×) und in schweren Fällen auch bei harmonischen Vielfachen.
Es gibt dokumentierte Fälle, in denen die Korrektur von Weichfüßen bei einem Einzelbolzen reduzierte die Schwingungsgeschwindigkeit (RMS) von 12 mm/s bis 2 mm/s — eine sechsfache Reduzierung.
2. Klassifizierung weicher Füße
In der internationalen Praxis werden vier Arten von Weichfüßen unterschieden. Jede erfordert einen anderen Ansatz zur Diagnose und Korrektur.
Paralleler (Luftspalt-)weicher Fuß
Unter dem Fuß befindet sich über die gesamte Auflagefläche ein gleichmäßiger Luftspalt. Mögliche Ursachen sind: ein zu kurzer Fuß, eine unebene Sohlenplatte oder eine falsche Unterlegscheibenstärke.
✓ Flache, kalibrierte UnterlegscheibenEckiger weicher Fuß
Der Fuß berührt den Rahmen nur an einer Kante oder Ecke. Beim Anziehen der Schraube hebt sich die gegenüberliegende Seite an und verformt das Gehäuse. Dies tritt auf, wenn der Fuß nicht senkrecht zur Schraubenachse steht oder die Oberfläche keilförmigen Verschleiß aufweist.
✓ Konische / gestufte UnterlegscheibenNachgiebiger (federnder) weicher Fuß
Die Oberfläche berührt zwar formal den Rahmen, weist aber komprimierbares Material auf: zu viele dünne Unterlegscheiben, Farbe, Schmutz, Korrosion oder Dichtungsreste. Die Ausrichtung verändert sich mit der Zeit durch das Setzen der Materialien. Dies lässt sich durch instabile, wiederholte Messungen feststellen.
✓ Saubere Oberflächen, ≤3 UnterlegscheibenInduzierter weicher Fuß
Fuß und Rahmen weisen die korrekte Geometrie auf, doch äußere Kräfte – Rohrspannungen, Kabeltrassenlasten, Schutzkräfte, Anpressdruck der Hebebolzen – ziehen das Gehäuse aus der Auflagefläche. Besonders tückisch: Statische Messungen decken dies möglicherweise nicht auf.
✓ RohrspannungskorrekturLückeÄußere KraftKorrektur Zuerst wird anhand der Kontaktbeschaffenheit die Art des weichen Fußes bestimmt, dann wird die Korrekturmethode ausgewählt (Unterlegscheiben, Oberflächenbearbeitung, Beseitigung externer Lasten).
3. Auswirkungen auf den Vibrationszustand der Maschine
Weichfuß hat einen komplexen negativen Einfluss auf den Maschinenzustand hinsichtlich mehrerer Parameter:
| Parameter | Wirkungsmechanismus |
|---|---|
| Schwingungsgeschwindigkeit (RMS, mm/s) | Amplitudenanstieg bei 1× Rotationsfrequenz aufgrund von Rotordurchbiegung und Fehlausrichtung |
| Schwingungsphase | Der Phasenwinkelunterschied zwischen den Auflageflächen kann bis zu 180° betragen – ein charakteristisches Zeichen für einen weichen Fuß |
| Spektrum | Erhöhte 1×-Frequenz mit möglicher 2×-Frequenz und Netzfrequenz (für Elektromotoren) |
| Lagerlebensdauer | Eine Fehlausrichtung der Ringe führt zu einer punktuellen Überlastung der Wälzkörper und reduziert die Lebensdauer drastisch. |
| Wellenausrichtung | Instabile Ausrichtung: Werte weichen nach dem Anziehen der Schraube vom Sollwert ab |
| Siegel | Die Gehäuseverformung beeinträchtigt die Geometrie der Gleitringdichtungssitze |
Wenn die Vibrationen nach einer sorgfältigen Wellenausrichtung weiterhin erhöht sind, Als erstes sollte man prüfen, ob die Füße weich sind..
4. Diagnosemethoden
4.1. Statische Aufladungserkennung (Fühlerlehren und Messuhren)
Die gängigste Methode bei planmäßigen Ausrichtungsarbeiten.
- Lösen Sie alle Befestigungsschrauben der Maschine.
- Setzen Sie zwischen jeden Fuß und den Rahmen eine Fühlerlehre ein. Notieren Sie die Abstände.
- Für jeden Fuß mit einer Lücke von mehr als 0,05 mm, kalibrierte Unterlegscheiben auswählen.
- Ziehen Sie alle Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel fest.
- Wiederholen Sie die Messung mit einer Messuhr: Montieren Sie den Sockel am Rahmen, positionieren Sie die Messspitze auf dem Fuß und lösen Sie die Schraube. Die zulässige Verschiebung beträgt maximal 0,05 mm (50 µm).
Diese Methode erkennt nicht induzierter weicher Fuß die unter Betriebslast (Temperatur, Druck, Rohrspannung) auftritt.
4.2. Dynamische Erkennung (Lockerung von Schrauben an einer laufenden Maschine)
Mit dieser Methode lässt sich Soft Foot direkt unter Betriebsbedingungen – bei Temperatur, Druck und Rohrspannung – erkennen.
- Montieren Sie einen Vibrationssensor (Beschleunigungsmesser) am Maschinengehäuse in der Nähe der Halterung.
- Schließen Sie das Messgerät im Echtzeit-Schwingungsgeschwindigkeits-RMS-Überwachungsmodus an. Ein tragbares Zweikanal-Vibrometer wie beispielsweise das Balanset-1A kann verwendet werden, wodurch die gleichzeitige Überwachung des Schwingungspegels und des Phasenwinkels bei der Rotationsfrequenz ermöglicht wird.
- Lösen Sie nacheinander jede Befestigungsschraube (bis sie handfest angezogen ist) und beobachten Sie dabei die Änderung des Effektivwerts.
- Ziehen Sie die Schraube nach der Überprüfung sofort wieder fest und fahren Sie mit der nächsten fort.
- Die Schraube, deren Lockerung zu einer deutlichen Verringerung der Vibrationen führt, deutet auf einen weichen Fuß an dieser Stelle hin.
Eine Reduzierung des Effektivwerts der Schwingungsgeschwindigkeit um mehr als 20% Das Lösen einer einzigen Schraube ist ein eindeutiger Beweis für weiche Füße.
Arbeiten mit Befestigungselementen an laufenden Maschinen bergen ein erhöhtes Risiko. Die strikte Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen ist obligatorisch, einschließlich der Verwendung von … funkenfreie Werkzeuge in Gefahrenbereichen und ordnungsgemäße Genehmigung für Arbeiten an unter Spannung stehenden Anlagen.
4.3. Kreuzphasen-Schwingungsanalyse
Die informativste instrumentelle Methode, die die Identifizierung weicher Füße ermöglicht ohne die Befestigungselemente zu lösen auf Laufgeräten.
Erforderliche Ausrüstung
- Zweikanal-Schwingungsanalysator mit Kreuzphasenfunktion
- Zwei Beschleunigungsmesser
- Phasenreferenzsensor (Drehzahlmesser) und eine reflektierende Markierung auf dem Rotor
Das Zweikanal-Vibrometer Balanset-1A Das Gerät ermöglicht die simultane Messung der Schwingungsamplitude (1×) und des Phasenwinkels auf zwei Kanälen mit einer Genauigkeit von ±2° und eignet sich daher für die Kreuzphasenanalyse im Feld. Ein fotoelektrischer Phasenreferenzsensor (Messbereich 0–360°) gehört zur Standardausstattung.
- Montieren Sie Beschleunigungsmesser an zwei Maschinenhalterungen in der gleichen Richtung (z. B. vertikal).
- Bringen Sie die Markierung am Rotor an und richten Sie den Drehzahlmessersensor auf die Markierung.
- Führen Sie die Kreuzphasenmessung durch: Das Instrument ermittelt die Schwingungsphasenwinkeldifferenz zwischen zwei Punkten bei der 1× Rotationsfrequenz.
Wenn die Phasendifferenz ungefähr 180° Bei gleichzeitig signifikantem Amplitudenunterschied zwischen den beiden Auflagepunkten handelt es sich um ein charakteristisches Anzeichen für einen weichen Fuß. Der Auflagepunkt mit der höheren Amplitude zeigt die Problemstelle an.
Differenzialdiagnostik
| Defekt | Phasendifferenz zwischen den Stützen | Amplitude |
|---|---|---|
| Weicher Fuß | ≈ 180° | Signifikanter Unterschied zwischen den Stützen |
| Unwucht | ≈ 0° (phasengleich) | Vergleichbare Niveaus |
| Fehlausrichtung | 0° oder 180° | Hängt von der Art der Fehlausrichtung ab |
CH1 / CH2Δφ ≈ 0°Δφ ≈ 180° Gleichphasige Signale deuten typischerweise auf eine Unwucht hin; gegenphasige Signale weisen auf einen weichen Fuß hin. Für eine endgültige Schlussfolgerung überprüfen Sie die Amplituden, das 1×/2×-Spektrum und den Schraubenlockerungstest.
Der Vorteil der Kreuzphasenmethode besteht darin, dass sie während des normalen Maschinenbetriebs funktioniert und kein Lösen von Befestigungselementen erfordert.
5. Rohrbedingter weicher Fuß
Die Belastung der Rohrleitungen an Pumpen oder Kompressoren ist eine der wichtigsten – und dennoch am häufigsten übersehenen – Ursachen für übermäßige Vibrationen und instabile Ausrichtung.
5.1. Entstehungsmechanismus
Wird eine Rohrleitung unter Spannung (ohne spielfreie Passung) an einen Maschinenflansch angeschlossen, wirkt die Kraft der Rohrleitung permanent auf das Maschinengehäuse. Unter Betriebsdruck und -temperatur verstärkt sich diese Kraft aufgrund der Wärmeausdehnung. Die Rohrleitung versetzt die Maschine ins Wanken, was zu Folgendem führt:
- Periodische Änderungen der Wellenausrichtung
- Erhöhte Vibration bei 1× und 2× Rotationsfrequenz
- Vorzeitiger Verschleiß von Lagern und Gleitringdichtungen
- Instabile Messwerte beim Ausrichtungsversuch
DehnungskraftVerformung Rote Pfeile zeigen die Rohrzugkraft an, die die Maschine aus ihrer Geometrie zieht. Der Kreis 12–3–6–9 zeigt die Reihenfolge für die Messung der Flanschspaltmaße an vier Punkten vor der Ausrichtung.
5.2. Inspektion des Rohrleitungszustands
Vor der Wellenausrichtung ist eine Überprüfung der Flanschwinkelung und des Flanschversatzes zwingend erforderlich.
- Die Rohrleitung vom Maschinenflansch trennen.
- Messen Sie die Spaltbreite zwischen Rohrflansch und Maschinenflansch an vier Punkten: 12, 3, 6 und 9 Uhr.
- Ermitteln Sie die Winkelabweichung (Spaltdifferenz an gegenüberliegenden Punkten) und den Versatz (parallele Abweichung der Flanschmittellinien).
Toleranzen
- Idealer Winkel- und Versatzwert: 0 mm
- Bei sorgfältiger Anpassung praktisch realisierbar: 0,01–0,02 mm
- Werte über 0,05 mm Vor der Ausrichtung ist eine zwingende Korrektur erforderlich.
5.3. Rohrverbindungsstücke
Ziel ist es, eine spannungsfreie Flanschverbindung ohne Einwirkung äußerer Kräfte zu erreichen. Zu den Methoden gehören:
- Einstellen von Rohrhalterungen und Aufhängungen
- Kürzen oder Verlängern von Spulenstücken
- Verwendung von Dehnungsfugen
- Korrektur der Zwischenstützpositionen
Laut Daten aus der Praxis, Bis zu 80% der Betreiberorganisationen vernachlässigen die Überprüfung der Rohrleitungsspannung., Die Suche nach der Ursache der Vibrationen an anderer Stelle wird fortgesetzt. Diese Arbeit ist zwar arbeitsintensiv, aber ohne sie wird jede Ausrichtung – selbst eine Präzisionsausrichtung – instabil sein.
6. Anforderungen an die Fußkontaktfläche
Die minimale Kontaktfläche des Maschinenfußes mit der Sohlenplatte (Grundrahmen) muss sein mindestens 80% der Fußsohlenregion.
Wenn die Kontaktfläche kleiner als 80% ist:
- Die Last ist ungleichmäßig verteilt, wodurch lokale Spannungskonzentrationen entstehen.
- Die Unterlegscheiben verformen sich und weisen an den Punktkontaktzonen Eindellungen auf.
- Das Festziehen von Schrauben bietet keine stabile Fixierung – die Ausrichtung "verschiebt" sich mit der Zeit
- Das Risiko eines Materialermüdungsbruchs der Fuß- oder Sohlenplatte erhöht sich
Inspektionsmethoden
- Sichtprüfung: Kontaktspuren, Oxidation, Riefen an Fuß- und Rahmenoberflächen
- Preußischblau (Markierungspaste): Tragen Sie eine dünne Schicht auf die Sohle auf, drücken Sie den Fuß nach unten und beurteilen Sie das Kontaktmuster.
- Fühlerlehrensatz: Messen Sie den Umfang des Fußes bei gelöster Schraube.
Wenn festgestellt wird, dass der Kontakt weniger als 80% beträgt, muss die Ebenheit der Lagerflächen wiederhergestellt werden: Abschaben, Fräsen oder Schleifen der Sohlenplatte und/oder der Fußsohle.
7. Verfahren zur Korrektur weicher Füße
Empfohlene Arbeitsreihenfolge bei Feststellung von weichem Huf:
Lagerflächen vorbereiten
- Reinigen Sie die Sohlen und Fußflächen von Schmutz, Farbe, Rost und alten Dichtungsresten.
- Prüfen Sie die Ebenheit mit einem Lineal und einer Fühlerlehre.
- Die Oberflächen gegebenenfalls bearbeiten (schleifen, schaben).
Kontaktbereich überprüfen
- Stellen Sie sicher, dass der Kontakt zwischen Fuß und Sohlenplatte mindestens 80% beträgt.
- Entfernen Sie alle kompressiblen (federnden) Materialien aus der Kontaktzone.
Messlücken
- Alle Befestigungsschrauben lösen
- Messen Sie die Spalten mit Fühlerlehren oder einer Messuhr alle 30 cm.
- Wählen Sie kalibrierte Edelstahl-Unterlegscheiben. Nicht mehr als 3 Unterlegscheiben pro Fuß (um einen "matschigen" Effekt zu vermeiden)
Rohrspannung prüfen
- Rohrleitungen trennen
- Messen Sie die Flanschwinkelung und den Versatz an vier Punkten
- Werden die Toleranzen überschritten, korrigieren Sie dies, um eine spannungsfreie Verbindung herzustellen.
Endgültige Anziehung und Überprüfung
- Ziehen Sie alle Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel über Kreuz fest.
- Prüfung mit der Messuhr: Verschiebung ≤ 0,05 mm beim Lösen einer beliebigen Schraube
- Testlauf und Überprüfung der Vibrationspegel
Wellenausrichtung durchführen
Die Wellenausrichtung sollte durchgeführt werden erst nachdem die Weichfußfehlstellung vollständig korrigiert wurde und die Rohrleitungen wurden installiert. Andernfalls sind die Ausrichtungsergebnisse instabil.
8. Instrumentierung
8.1. Werkzeuge für die statische Diagnose
- Kalibrierter Fühlerlehrensatz (ab 0,02 mm)
- Messuhr auf magnetischem Sockel (Teilung 0,01 mm)
- Lineal
- Markierungspaste (Preußischblau) zur Beurteilung der Kontaktfläche
- Kalibrierter Drehmomentschlüssel
8.2. Werkzeuge für die dynamische Diagnose
Für die dynamische Erkennung weicher Füße und die Kreuzphasenanalyse wird ein tragbarer Schwingungsanalysator mit simultaner Zweikanalmessung und Phasenanalysefunktion benötigt.
Die Balanset-1A (Hergestellt von VibroMera) ist ein tragbares Zweikanal-Vibrometer-Auswuchtgerät, das sich für diese Aufgaben eignet. Wichtige Spezifikationen für die Diagnose weicher Fußabdrücke:
Die Zweikanalarchitektur des Balanset-1A ermöglicht die simultane Amplituden- und Phasenschwingungsmessung an zwei Lagern, was eine Voraussetzung für die Diagnose von phasenverschobenen Softfoot-Schwingungen ist. Nach der Softfoot-Korrektur wird dasselbe Gerät zur Rotorwuchtung in seinen eigenen Lagern – in einer oder zwei Korrekturebenen – ohne Demontage der Anlage verwendet.
9. Normative Referenzen
- GOST R ISO 20816-1-2021 — Schwingungen. Messung und Bewertung von Maschinenschwingungen. Teil 1. Allgemeine Richtlinien.
- GOST R ISO 18436-2-2005 — Zustandsüberwachung und Diagnose von Maschinen. Schwingungszustandsüberwachung und -diagnose. Teil 2. Anforderungen an die Ausbildung und Zertifizierung des Personals.
- ISO 1940-1:2003 — Mechanische Schwingungen. Anforderungen an die Auswuchtqualität von Rotoren im statischen (starren) Zustand. Teil 1: Spezifikation und Überprüfung der Auswuchttoleranzen.
- ISO 10816 / ISO 20816 — Normenreihe zur Bewertung des Schwingungszustands von Maschinen.
10. Schlussfolgerung
Wichtigste Erkenntnis
Soft Foot ist ein systembedingter Installationsfehler, dessen Behebung eine zwingende Voraussetzung Für eine erfolgreiche Wellenausrichtung und Vibrationsreduzierung in rotierenden Maschinen ist es wichtig, den weichen Fuß zu ignorieren. Dadurch werden alle nachfolgenden Inbetriebnahmearbeiten sinnlos: Die Ausrichtung bleibt instabil, die Vibrationen bleiben erhöht und die Lebensdauer von Lagern und Dichtungen verkürzt sich.
Moderne tragbare Zweikanal-Vibrometer wie z. B. das Balanset-1A Wir bieten einen vollständigen Diagnosezyklus – von der Erkennung weicher Füße über die Phasenanalyse bis hin zur anschließenden Rotorwuchtung vor Ort. Der Einsatz instrumenteller Diagnoseverfahren anstelle der Sichtprüfung erhöht die Zuverlässigkeit der Fehlererkennung erheblich und verkürzt die Inbetriebnahmezeit.
Empfohlener Inbetriebnahme-Workflow
Arbeitslogik""Ja"-ZweigEndkontrolle Grundregel: Die Ausrichtung darf erst nach bestätigter Korrektur des weichen Fußes erfolgen. Praktisches Kriterium: Fußverschiebung ≤ 0,05 mm beim Lösen der Kontrollschrauben und Fehlen von gegenphasigen Schwingungen.
Die Einhaltung dieser Vorgehensweise ist die Grundlage für einen zuverlässigen und langfristigen Betrieb rotierender Maschinen.
0 Kommentare