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Ventilleckratenrechner
Ermitteln Sie die maximal zulässige Sitzleckage gemäß ISO 5208 für die Klassen A bis F. Bewerten Sie die Ergebnisse anhand der gemessenen Leckrate für Flüssigkeits- und Gasprüfungen als bestanden/nicht bestanden.
Ergebnisse
ISO 5208 Sitzleckageklassen
ISO 5208 definiert sechs Leckratenklassen (A bis F) für die Prüfung von Industriearmaturen. Die zulässige Leckrate hängt von der Ventilgröße (DN) und der Prüfdruckdifferenz (ΔP) ab.
| Klasse | Flüssigkeitsleckrate | Gasleckrate | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| A | Null | Null (nicht sichtbar) | Absolut dicht – während des Testzeitraums war kein Leck sichtbar. |
| B | Null bei niedrigem P | Gemäß Spezifikation definiert | Bei reduziertem Prüfdruck kein sichtbares Leck. |
| C | 0,0006 × DN² × √ΔP | 0,06 × DN² × √ΔP | Geringe Leckage – strenge Prozessventile |
| D | 0,0018 × DN² × √ΔP | 0,18 × DN² × √ΔP | Standardleckage – die häufigste Industrieklasse |
| E | 0,018 × DN² × √ΔP | 1,8 × DN² × √ΔP | Höhere Leckage – weniger kritische Anwendungen |
| F | Besonders | Besonders | Herstellerdefiniert oder kundenspezifisch |
Formeln
Für flüssig Prüfung (Wasser), die zulässige Leckrate in ml/min:
Für Gas Prüfung (Luft/N₂), die zulässige Leckrate in Blasen/min (oder mm³/s):
Praktisches Beispiel
Gegeben: DN = 100 mm, ΔP = 16 bar, Klasse D
Qmax = 0,0018 × 100² × √16 = 0,0018 × 10000 × 4,0 = 72 ml/min
Bei einer gemessenen Leckage von 0,5 ml/min → PASSIEREN (weit innerhalb des zulässigen Rahmens)
ℹ️ Testdauer: Gemäß ISO 5208 hängen die typischen Prüfdauern von der Ventilgröße ab. DN ≤ 50: 15 Sek., DN 65–200: 60 Sek., DN 250–450: 120 Sek., DN ≥ 500: 120–300 Sek.
⚠️ Hinweis: Klasse A (Nullleckage) bedeutet nicht mathematisch null, sondern dass während der festgelegten Testdauer keine sichtbare Leckage auftritt. Einige Standards (z. B. API 598) verwenden abweichende Definitionen der Leckageklassen.
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