Kostenloses Ingenieurwerkzeug #039
Rechner für elektrische Motorfehlerfrequenz
Berechnung der Synchrondrehzahl, des Schlupfs, der doppelten Netzfrequenz, der Poldurchgangsfrequenz, der Rotorstabdurchgangsfrequenz und der Diagnoseseitenbänder für die Elektromotoranalyse.
Ergebnisse
Synchrongeschwindigkeit
Die Synchrondrehzahl eines Wechselstrom-Induktionsmotors hängt von der Netzfrequenz und der Polzahl ab:
Beleg
Der Schlupf ist die Differenz zwischen der synchronen und der tatsächlichen Rotordrehzahl, ausgedrückt als Bruchteil oder Prozentsatz:
Der typische Schlupf bei Volllast für Standard-Induktionsmotoren beträgt 1–5%.
Schlupffrequenz
2× Netzfrequenz
Diese Frequenz (100 Hz bei 50 Hz Netzfrequenz, 120 Hz bei 60 Hz) tritt aufgrund des Wechselfeldes stets bei Motorschwingungen auf. Eine erhöhte 2×-Linie deutet auf elektrische Probleme hin: Phasenunsymmetrie, Luftspaltexzentrizität oder Statorwicklungsfehler.
Poldurchgangsfrequenz
Die Poldurchgangsfrequenz ist ein wichtiger Indikator für die Analyse gebrochener Rotorstäbe. Seitenbänder bei der Poldurchgangsfrequenz um die einfache Netzfrequenz im Stromspektrum (MCSA) sind ein typisches Anzeichen für einen Rotorstabfehler.
Rotorstab-Passfrequenz
Praktisches Beispiel
Gegeben: fLinie = 50 Hz, Pole = 4, N = 1475 U/min
Ns = 120 × 50 / 4 = 1500 U/min
s = (1500 − 1475) / 1500 = 1.67%
fBeleg = 0,0167 × 50 = 0,833 Hz
2× Linie = 2 × 50 = 100 Hz
Poldurchgang = s × fLinie × Pole = 0,0167 × 50 × 4 = 3,33 Hz
⚠️ Hinweis: Die Motordrehzahl variiert mit der Last. Verwenden Sie unbedingt die tatsächlich gemessene Drehzahl unter Betriebsbedingungen und nicht die Nenndrehzahl. Für schlupfabhängige Berechnungen liefert ein Drehzahlmesser oder eine Stroboskopmessung die genauesten Ergebnisse.
Professionelle Schwingungsanalysegeräte für Motordiagnose, Feldauswuchtung und Zustandsüberwachung. Im Einsatz in über 50 Ländern.