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Antworten direkt aus der echten Support-Praxis.

Über die Möglichkeiten des Geräts

Wie groß/schwer darf der Rotor maximal sein?

Die Methode begrenzt die Masse nicht — das Gerät misst die Reaktion der Lagerungen, nicht den Rotor selbst. Der reale Rekord ist ein 24.000-kg -Zuckerrohr-Zerfaserer (ausgewuchtet mit +7,8 kg bei 270°, Endwert 0,47 mm/s). Auch Rotoren bei 60.000 U/min wurden bereits ausgewuchtet.

Wie niedrig darf die Drehzahl mindestens sein?

Formal ab 100 U/min; in der Praxis ist es unter ~300 schwierig, unter 150 nicht praktikabel (schwaches Sensorsignal bei niedrigen Frequenzen).

Die maximale Drehzahl?

Der Tachometer erfasst bis zu 60.000–100.000 U/min. Oberhalb von ~33.000 U/min (550 Hz) zeigt die Amplitude jedoch einen um mehr als 10% zu niedrigen Wert. Neue Softwareversionen geben Auswuchten bis 150.000 U/min an.

Die minimale Rotormasse?

Die praktische Untergrenze liegt bei mehreren hundert Gramm. Sehr leichte Rotoren (20–25 g schwere Drohnenpropeller) sind ein Grenzfall; eine Vibrationsauflösung bis 0,02 mm/s wird durch starke Mittelung erreicht.

Muss ich die Rotormasse kennen?

Nein. Für die Gewichtsberechnung werden nur die Probemasse und der Anbringungsradius benötigt. Die Rotormasse wird nur vom Toleranzrechner (G-Klasse) und zur Abschätzung des Probegewichts verwendet.

Kann ich auswuchten, ohne den Rotor aus der Maschine auszubauen?

Ja — das ist der Hauptzweck des Geräts: Auswuchten in den eigenen Lagerungen, vor Ort. Ein Laufrad einer Dunstabzugshaube auf einem Dach — Routinearbeit; die Messungen dauern 15–30 Minuten zuzüglich Gewichtsmontage.

Diagnostiziert das Gerät Lager?

Teilweise. Das Spektrum zeigt die grundlegenden Fehlerfrequenzen (BPFO/BPFI), aber eine früh Diagnose (Hüllkurvenverfahren bei 2–50 kHz) ist nicht möglich — die Standardsensoren arbeiten bis 550 Hz (Spektrum bis 1000 Hz). Dafür sind andere Geräte nötig (Adash, Prüftechnik — und ein anderes Budget: 6.000–50.000 $).

Sagt mir das Gerät, was defekt ist?

Nicht automatisch. Es liefert Ihnen das Spektrum; die Schlussfolgerungen liegen bei Ihnen: 1x — Unwucht, 2x–3x — Fluchtfehler/Lockerheit, hohe Frequenzen — Lager, “nicht-vielfache” Peaks — eine externe Quelle. Die Übersicht finden Sie in Kapitel 07.

Eignet es sich für Hartlager-Auswuchtmaschinen?

Die Standardbeschleunigungssensoren sind für weiche (überkritische) Lagerungen und das Auswuchten vor Ort ausgelegt. Auf harten Lagerungen ist das Signal klein und instabil; die Kraftsensoren für Hartlager-Prüfstände wurden eingestellt. Workarounds: bei reduzierter Drehzahl unterhalb der Resonanz auswuchten oder einen federgelagerten (weichen) Prüfstand bauen.

Kann ich eine eigene Auswuchtmaschine rund um das Balanset-1A bauen?

Ja — ein beliebtes Szenario: das Gerät als Messsystem plus ein selbstgebauter Prüfstand auf weichen Lagerungen (Schraubenfedern, Blattfedern). Der Prüfstand sollte sich “von Hand wackeln” lassen. Artikel: vibromera.eu/diy-balancing-machines/. Beispiel: ein 1450-kg-Prüfstand (Beton+Stahl) auf austauschbaren Flachfedern.

Ein Prüfstand auf Federlagerungen
Ein geeigneter Prüfstand auf Federlagerungen.
Eine selbstgebaute unterkritische Auswuchtmaschine
Eine selbstgebaute Weichlager-Auswuchtmaschine.

Gelenkwellen (Kardanwellen)?

Eine gewöhnliche Gelenkwelle lässt sich problemlos auswuchten (Gewichte praktischerweise mit Schlauchschellen + Schraubensicherung befestigt; Endwert 0,5 mm/s — ein realer Fall). Wellen mit Zwischenlagern, die 3–4 Ebenen benötigen — dafür ist das Balanset-4 zuständig. Bei einem verschlissenen Kreuzgelenk zuerst reparieren: Auswuchten behebt kein Spiel.

Ein mit einer Schelle befestigtes Gewicht an einer Gelenkwelle

Schiffspropeller?

Das Gerät zeigt die schwere Stelle an, aber es misst keine Geometrie (Steigung, Blattform) — bei Propellern reicht das oft nicht aus.

Hubschrauberrotoren?

Nur Massenauswuchten; davor sind Blattspurlauf (Tracking), Konuseinstellung und Prüfung der Blattgeometrie zwingend erforderlich — das Gerät führt diese nicht durch.

Zur Arbeit

Wie lange dauert das Auswuchten?

An einem Prüfstand — Minuten. Ein Lüfter/Mähwerk mit intakter Mechanik — ~1,5 Stunden inklusive Einrichtung. Eine defekte Maschine — unvorhersehbar (zuerst reparieren).

Bei welcher Drehzahl sollte ich auswuchten?

Bei Arbeitsdrehzahl, wenn dort keine Resonanz liegt und die Vibration nicht extrem ist. Andernfalls bei reduzierter Drehzahl beginnen (Mulcher: 400–900 U/min), dann bei Arbeitsdrehzahl feinauswuchten. Über 40–50 mm/s — immer zweistufig.

Welches Probegewicht sollte ich verwenden?

Eines, das Amplitude oder Phase um 20–30% verändert (aber nicht mehr als ~100%). Richtwerte: Mähwerke 200–300 g, Forstmulcher 500–700 g, Lüfter bei 900–1500 U/min — 40–80 g an der Rückplatte des Laufrads. Schnellformel: Mp ≈ Mr / (Rp × (N/100))².

Wo bringe ich das Ausgleichsgewicht an?

Auf demselben Radius wie das Probegewicht. Schweißen (~100 g für die Naht einkalkulieren), Schrauben, Unterlegscheiben auf Nieten, Schellen für Wellen. Aufgeklebte Gewichte auf schmutzigen Oberflächen — keine gute Idee.

Wann höre ich auf?

Wenn die Vibration innerhalb der Toleranz liegt (Kapitel 06) oder wenn das Gerät bei einem großen Mulcher Gewichte unter ~50 g verlangt — darüber hinaus gibt es keinen praktischen Nutzen. Der Qualitäts-Maßstab: Bei ~2 mm/s bleibt eine Münze auf dem laufenden Mulcher auf der Kante stehen.

Zu Hardware und Software

Welchen Laptop benötige ich?

Jeden mit Windows 7/8/10/11 und USB. i3/4 GB genügt völlig. Tablets — nur mit vollwertigem Windows (Touch funktioniert, die Tastatur ist die Bildschirmtastatur). Android/iOS — nein.

Gibt es ein Software-Abonnement?

Nein. Die Software ist ein einmaliger Kauf, Updates sind kostenlos, Installationen unbegrenzt. Das kostenpflichtige Abonnement deckt nur den bevorzugten WhatsApp-Support und den Eintrag im Dienstleisterverzeichnis ab.

Ist eine jährliche Kalibrierung erforderlich?

Nein. Die Koeffizienten sind werkseitig eingestellt (Aufkleber an der Unterseite der Messeinheit). Benötigt der Kunde ein Zertifikat eines akkreditierten Labors — ein örtliches ISO/IEC-17025-Labor.

Können die Sensorkabel verlängert werden?

Ja, bis 10 m (15 m wurden bereits realisiert) — die Kabel sind geschirmt. Standard sind 5 m; längere auf Bestellung.

Müssen die Sensoren ersetzt/geprüft werden?

Lebensdauer 5–7 Jahre und mehr (manche Anwender nutzen sie schon über 10 Jahre). Ein “toter Sensor” ist fast immer ein Kabelbruch oder ein Steckerkontaktfehler. Test: im Vibrometer-Modus schütteln; zwei Sensoren an derselben Stelle vergleichen.

Das Programm “zeigt falsche Zahlen” nach einem Update

Geben Sie die Kalibrierkoeffizienten erneut ein (F4). Notieren Sie sie vor jedem Update — siehe Kapitel 03.

Gibt es Schulungsmaterialien?

Das Handbuch in vielen Sprachen (vibromera.eu/balanset-1a-operation-manual/ und Lokalisierungen), der Leitfaden zum Feldauswuchten (guide-to-field-rotor-balancing…), der YouTube-Kanal, das Forum vibromera.eu/community, Rechner auf der Website (Probegewicht, ISO-Toleranzen). Die Einarbeitung erfolgt im Gespräch mit dem Support; formale Kurse gibt es nicht.

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