Kostenloses Ingenieurwerkzeug — #011
Korrekturmassenzerlegung
Eine einzelne Korrekturmasse wird mithilfe der Hebelregel in zwei Ausgleichsebenen aufgeteilt. Dabei werden unterschiedliche Ebenenradien und Schwerpunktverlagerungen berücksichtigt.
Ergebnisse
Statische Zerlegung (Hebelregel)
Eine Gesamtunwucht am Schwerpunkt wird mithilfe der inversen Hebelregel in zwei Korrekturebenen zerlegt:
Dann ergeben sich folgende Korrekturmassen:
ℹ️ Hinweis: Bei der statischen Zerlegung erhalten beide Ebenen Korrekturen im gleichen Winkel als Gesamtausgleich. Dies behandelt nur statische Unwucht. Momentanunwucht erfordert Ausgleichswinkel in entgegengesetzter Richtung in den beiden Ebenen. Wenn R₁ ≠ R₂, wird die eingegebene Ausgleichsmasse am Referenzradius R_ref = (R₁+R₂)/2 interpretiert, und die gesamte Unwucht U = m × R_ref bleibt bei der Aufteilung auf die Ebenen erhalten.
Praktisches Beispiel
Gegeben: 20 g bei 90°, L₁ = L₂ = 150 mm, R₁ = R₂ = 200 mm
U_gesamt = 20 × 200 = 4.000 g·mm bei 90°
U₁ = 4.000 × 150 / (150+150) = 2.000 g·mm → m₁ = 2.000 / 200 = 10,0 g bei 90°
U₂ = 4.000 × 150 / (150+150) = 2.000 g·mm → m₂ = 2.000 / 200 = 10,0 g bei 90°
⚠️ Hinweis: Dieser Rechner verarbeitet nur statische Zerlegungen. Falls der Rotor zusätzlich eine Momentenunwucht aufweist, ist ein vollständiges Zwei-Ebenen-Auswuchtverfahren anzuwenden.
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