Wellenfehlausrichtung in rotierenden Maschinen verstehen

Schwingungssensor

Optischer Sensor (Laser-Tachometer)

Balanset-4

Magnetischer Ständer Größe-60-kgf

Reflektierendes Band

Dynamische Auswuchtmaschine "Balanset-1A" OEM

Wellenversatz ist ein Zustand, bei dem die Drehachsen von zwei oder mehr gekoppelten Wellen nicht auf einer Linie liegen, wenn die Maschine unter normalen Betriebsbedingungen läuft. Daneben Unwucht, ist dies eine der häufigsten Ursachen für vorzeitige Maschinenausfälle und treibt Vibration, wodurch Lager und Dichtungen beschädigt und Energie verschwendet werden. Das Ziel der präzisen Ausrichtung besteht darin, die Wellenachsen bei der tatsächlichen Betriebstemperatur und -belastung der Maschine so weit wie möglich innerhalb einer vorgegebenen Toleranz in eine Linie zu bringen.

1. Arten von Fehlausrichtungen

Fehlausrichtungen werden in zwei Haupttypen eingeteilt, obwohl in den meisten Fällen in der Praxis eine Kombination aus beiden vorliegt.

Parallelversatz (Versatz)

Ein paralleler Versatz liegt vor, wenn die beiden Wellenachsen zwar parallel zueinander verlaufen, jedoch um einen gewissen Abstand versetzt sind. Stellen Sie sich vor, eine Welle liege höher oder tiefer als die andere (vertikaler Versatz) oder sei zur Seite verschoben (horizontaler Versatz). Die Achsen treffen sich nie; sie verlaufen lediglich nebeneinander.

Winkelfehlstellung

Ein Winkelversatz liegt vor, wenn die beiden Wellen in einem Winkel zueinander stehen. Ihre Mittellinien schneiden sich an der Kupplung, liegen jedoch nicht auf derselben Linie, wodurch an der Kupplung ein “Spalt” entsteht, der auf einer Seite breiter ist als auf der anderen.

Kombinierte Fehlausrichtung

Dies ist das in der Praxis am häufigsten vorkommende Szenario: Die Wellen weisen gleichzeitig einen Parallelversatz und einen Winkelversatz auf. Bei realen Maschinen tritt fast nie nur eine dieser Arten isoliert auf, weshalb die Ausrichtung gleichzeitig in der vertikalen und in der horizontalen Ebene korrigiert wird.

2. Das Schwingungsmuster bei Fluchtungsfehlern

Eine Fehlausrichtung hinterlässt ein sehr charakteristisches Muster, das ein Analyst in einer FFT spectrum:

  • Hauptindikator (2×): Das klassische Anzeichen ist eine Spitze mit hoher Amplitude genau bei 2× der Drehzahl (2. Ordnung). Die Ausrichtungsfehler belasten die Wellen und Kupplung auf zwei Biegezyklen pro Umdrehung, sodass sich die Energie auf das Doppelte konzentriert Betriebsdrehzahl.
  • Starke axiale Schwingungen: Eine Fehlausrichtung führt oft zu starken axiale Schwingung (parallel zur Welle). Ein hoher 2×-Peak in axialer Richtung ist einer der deutlichsten Indikatoren überhaupt.
  • Andere Harmonische (1×, 3×, 4×): Zwar ist die 2×-Komponente die Hauptkomponente, doch kann eine Fehlausrichtung auch die 1×-Komponente verstärken, und in schweren Fällen – insbesondere bei Parallelversatz – entstehen höhere Obertöne wie beispielsweise 3× und 4×.
  • Kupplungsspezifische Frequenzen: Manche Kupplungen erzeugen, wenn sie verschlissen sind oder durch Fluchtungsfehler belastet werden, Schwingungen bei ihren charakteristischen Frequenzen.

Ein Spektrum, das einen 2×-Peak aufweist, der 50 % oder mehr des 1×-Peaks ausmacht, insbesondere wenn dies mit starken axialen Schwingungen einhergeht, ist ein klassischer Fall von Fluchtungsfehler. Da auch die 1×-Komponente erhöht sein kann, lässt sich ein Fluchtungsfehler leicht mit einer Unwucht verwechseln; die entscheidenden Anhaltspunkte sind die relative Größe des 2×-Peaks und die Stärke des axialen Messwerts. Die Diagnose lässt sich bestätigen durch Phase Messungen über die Kupplung hinweg beseitigen diese Unklarheit – falsch ausgerichtete Maschinen weisen typischerweise eine axiale Phasendifferenz von etwa 180° zwischen den beiden Seiten der Kupplung auf.

3. Häufige Ursachen für Fehlausrichtungen

Eine Fehlausrichtung kann bereits am Tag der Installation vorliegen oder sich im Laufe des Betriebs allmählich entwickeln.

  • Falsche Installation: Die häufigste Ursache ist eine mangelhafte Präzisionsausrichtung bei der Ersteinrichtung der Maschine.
  • Wärmedehnung: Wenn sich Maschinen von Umgebungstemperatur auf Betriebstemperatur erwärmen, dehnen sich ihre Bauteile aus. Ein Motor kann sich in die Höhe ausdehnen oder ein Pumpengehäuse kann sich ausdehnen, wodurch die Wellen aus der Ausrichtung geraten. Bei einer guten Kaltausrichtung werden die Maschinen bewusst versetzt angeordnet, damit sie into Ausrichtung im heißen Zustand – deshalb Ausgleich von thermischen Ausdehnungen ist in den Zielvorgaben berücksichtigt.
  • Pfeifenstamm: Kräfte, die von unzureichend abgestützten Zu- oder Ableitungen ausgehen, können dazu führen, dass eine Pumpe oder ein Kompressor gegenüber ihrem Antrieb aus der Ausrichtung gerät – ein in der Prozessindustrie sehr häufig auftretendes Problem.
  • Fundamentprobleme: Ein instabiles oder rissiges Fundament oder lockere Ankerbolzen führen dazu, dass sich eine Maschine mit der Zeit verschiebt. Unzureichende Fundamentsteifigkeit führt zudem dazu, dass sich die Ausrichtung unter Last verschiebt.
  • Weicher Fuß: ein Zustand, bei dem ein Befestigungsfuß nicht flach auf der Grundplatte aufliegt, wodurch sich der Maschinenrahmen beim Anziehen der Schrauben verdreht oder verzieht. Weicher Fuß muss korrigiert werden, bevor die Ausrichtung stabil bleibt.

4. Warum die Korrektur von Fehlstellungen entscheidend ist

Der Betrieb einer falsch ausgerichteten Maschine hat schwerwiegende Folgen:

  • Lager- und Dichtungsausfall: Die hohen zyklischen Belastungen auf die Wellen wirken sich direkt auf die Lager und Dichtungen aus und führen zu deren vorzeitigem Ausfall – eine häufige Ursache für wiederkehrende Lagerdefekte.
  • Ausfall der Kupplung: Kupplungen sind konstruktionsbedingt für geringe Fluchtungsabweichungen ausgelegt, doch übermäßige Fluchtungsabweichungen führen zu Verschleiß und einem raschen Ausfall.
  • Shaft fatigue: Wiederholtes Biegen der Wellen kann Ermüdung Risse verursachen und schließlich zum Versagen der Welle führen.
  • Erhöhter Energieverbrauch: Ein erheblicher Teil der Energie geht als Wärme und Vibration verloren, anstatt nützliche Arbeit zu verrichten.

5. Korrektur und Überprüfung der Ausrichtung

Präzisionsausrichtung – unter Verwendung von Messuhren oder Laser-Wellenausrichtung Systeme – ist ein Eckpfeiler jedes effektiven Zuverlässigkeits- und Wartungsprogramms. Die Korrektur erfolgt in der Regel durch Hinzufügen oder Entfernen kalibrierter Unterlegscheiben unter den Füßen sowie durch horizontales Verschieben der Maschine, wobei die erforderlichen Verschiebungen aus dem gemessenen Versatz und dem Winkelversatz berechnet werden; a Rechner für die Dicke von Unterlegscheiben wandelt die Messwerte der Anzeigen in den genauen Unterlegscheibenstapel für jeden Fuß um, und ein Ausrichtungstoleranz Der Referenzwert bestätigt, ob das Ergebnis für die Geschwindigkeit akzeptabel ist.

Die Arbeit ist mit der Kupplung noch nicht beendet. Nach der Ausrichtung sollte die Maschine erneut mittels einer Schwingungsmessung überprüft werden, um sicherzustellen, dass die 2×-Spitzen- und Axialwerte gesunken sind. Hier kommt ein tragbares Zweikanal- Schwingungsanalysator such as the Balanset-1A ist von unschätzbarem Wert: Es erfasst das Vorher-Nachher-Spektrum sowie die Kreuzkopplungsphase und bestätigt, dass die Korrektur die Fehlausrichtungskräfte tatsächlich verringert hat, anstatt sie lediglich zu verlagern. Da Unwucht und Fehlausrichtung so häufig gemeinsam auftreten, kann dasselbe Gerät anschließend etwaige verbleibende 1×-Unwucht Feldauswuchten sobald die Kupplung korrekt ausgerichtet ist – wobei die Schwingungsintensität insgesamt anhand der aktuellen ISO 20816-3 Grenzwerte (die Norm, die ISO 10816-3 abgelöst hat).


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