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Motorwicklungswiderstandsrechner
Korrekte Wicklungswiderstandsmessungen bei Temperaturdifferenzen. Geeignet für Kupfer- und Aluminiumwicklungen. Inklusive Dreiphasen-Unsymmetrieprüfung – ein Wert von >21 Ω<sub>TP3T</sub> zwischen den Phasen deutet auf ein Problem hin.
Ergebnisse
Temperaturkorrekturformel
Der Widerstand eines Leiters ändert sich linear mit der Temperatur. Die Standardkorrekturformel lautet:
- R₁ — gemessener Widerstand bei der Temperatur T₁
- R₂ — korrigierter Widerstand bei der Zieltemperatur T₂
- k — Materialkonstante: 234,5 für Kupfer, 225,0 für Aluminium
Materialeigenschaften
| Material | α bei 20 °C (1/°C) | k Konstante | ρ bei 20°C (Ω·m) |
|---|---|---|---|
| Kupfer (geglüht) | 0.00393 | 234.5 | 1,724 × 10⁻⁸ |
| Aluminium | 0.00403 | 225.0 | 2,650 × 10⁻⁸ |
Phasenwiderstandsungleichgewicht
Bei Drehstrommotoren vergleicht man den Widerstand zwischen den Phasen:
- < 1% — Ausgezeichneter, normaler Zustand
- 1–2% — Akzeptabel, überwachen
- > 2% — Problem: mögliche Kurzschlüsse in den Windungen, schlechte Verbindungen oder Wicklungsbeschädigung
- > 5% — Schwerwiegend: Der Motor muss zur Reparatur außer Betrieb genommen werden.
⚠️ Wichtig: Alle drei Phasenmessungen müssen bei gleicher Temperatur durchgeführt werden. Lassen Sie den Motor vor der Messung das thermische Gleichgewicht erreichen (bei großen Motoren mindestens 30 Minuten Leerlauf).
Tipp: Bei Motoren, die nach dem Betrieb heiß gemessen werden, lässt sich die Wicklungstemperatur zurückrechnen: T₁ = k × (R_heiß/R_kalt − 1) + T_kalt. Dies hilft bei der Beurteilung der thermischen Belastung der Isolierung.
Professionelle Feldausgleichsinstrumente und -software. Im Einsatz in über 50 Ländern.