Kostenloses Ingenieurwerkzeug · #007
Zentrifugalkraft aufgrund von Unwucht
Berechnen Sie die durch die Restunwucht eines rotierenden Bauteils erzeugte Zentrifugalkraft. Geben Sie Unwucht und Drehzahl ein, um die Kraftwerte sofort zu sehen.
Ergebnisse
Zentrifugalkraft aufgrund von Unwucht
Wenn ein Rotor eine Restunwucht U (Masse × Exzentrizität) aufweist, erzeugt die Rotation eine Zentrifugalkraft:
- F — Zentrifugalkraft (N)
- U — Unwucht in kg·m (= g·mm × 10⁻⁶)
- ω — Winkelgeschwindigkeit = 2πn/60 (rad/s)
- n — Drehzahl (U/min)
Geschwindigkeitsabhängigkeit
Da die Kraft von ω² abhängt, ist die Beziehung zur Drehzahl quadratisch:
Verdopplung der Geschwindigkeit Vierlinge Die Zentrifugalkraft. Deshalb erfordern Hochgeschwindigkeitsmaschinen (Turbinen, Turbolader) viel engere Auswuchttoleranzen.
Äquivalente statische Last
Die äquivalente statische Masse ist die Masse, die, wenn sie auf einem Lager ruht, die gleiche Last wie die rotierende Unwuchtkraft erzeugen würde:
Praktisches Beispiel
Gegeben: Unwucht U = 1000 g·mm, Drehzahl n = 3000 U/min
ω = 2π × 3000 / 60 = 314,16 rad/s
U (SI) = 1000 × 10⁻⁶ = 0,001 kg·m
F = 0,001 × 314,16² = 98,7 N
Äquivalente statische Last: 98,7 / 9,81 = 10,06 kg
Typische Ungleichgewichtskräfte
| Unwucht (g·mm) | Drehzahl (RPM) | Kraft (N) | Anwendung |
|---|---|---|---|
| 100 | 10 000 | 109.7 | Turbolader |
| 1 000 | 3 000 | 98.7 | Elektromotor |
| 5 000 | 1 500 | 123.4 | Kreiselpumpe |
| 10 000 | 750 | 61.7 | Großer Ventilator |
| 50 000 | 300 | 49.3 | Brecher |
⚠️ Hinweis: Diese Berechnung setzt einen starren Rotor unterhalb der ersten kritischen Drehzahl voraus. Oberhalb der ersten kritischen Drehzahl ist das dynamische Verhalten komplexer und erfordert eine rotordynamische Analyse.
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