Entdecken Sie Vibromera.com — unsere neue internationale Website. Vibromera.com besuchen →

← Balanset-1A-Wissensdatenbank — alle Kapitel

Es wird vorausgesetzt, dass die Maschine gemäß Kapitel 04vorbereitet ist: Lager spielfrei, Flügel angeschweißt, Sensoren und Tachometer montiert, Anzeigen stabil.

Software-Einrichtung

  1. Rotor in der Programmdatenbank anlegen/auswählen.
  2. Modus wählen: 1 oder 2 Ebenen.
  3. Ausfüllen — obligatorisch:
    • die Masse des Probegewichts (abwiegen!);
    • den Anbringungsradius des Gewichts (bleibt es leer, werden die Ergebnisse in Prozent statt in Gramm ausgegeben);
    • die g (Gramm) -Schalter, nicht %;
    • die Korrekturmethode: add Gewicht (Schweißen) oder entfernen (Bohren) — Kontrollkästchen aktivieren, es bestimmt das Vorzeichen des Ergebnisses;
    • die Anzahl der Mittelungen: 8 für einen schnellen Überblick, 32–64 zum Auswuchten (je stärker die Maschine vibriert, desto mehr).
  4. Methode zur Gewichtsplatzierung: freie Positionen (beliebiger Winkel), feste Positionen (Flügel/Schrauben — das Programm teilt das Gewicht auf zwei benachbarte Positionen auf), Umlaufnut, Bohren.

Die Messreihe (2 Ebenen)

Run 0 — der Anfangslauf. Maschine bei der gewählten Drehzahl, eine Messung ohne Gewichte. Die anfänglichen Amplituden und Phasen notieren (V1o, V2o).

Run 1 — Probegewicht in Ebene 1. Maschine anhalten, das Probegewicht in Ebene 1 an einem markierten Winkel anbringen (an einer beliebigen praktischen Stelle — aber die Position merken/markieren!). Starten und messen.

  • Prüfen: Amplitude oder Phase haben sich um 20–30% oder mehr verändert. Ist die Änderung gering — ist das Gewicht zu klein, vergrößern Sie es.

Run 2 — Probegewicht in Ebene 2. Das Gewicht aus Ebene 1 entfernen (außer die Einstellungen sagen “belassen”), in Ebene 2 anbringen, messen.

Berechnung. Das Programm gibt Masse und Winkel des Ausgleichsgewichts für jede Ebene aus (M1/F1, M2/F2).

Ergebnisfenster: Massen und Winkel pro Ebene
Das Ergebnisfenster: Massen und Winkel pro Ebene.
Ergebnis mit Zuordnung der Ebenen zu den Kanälen X1/X2
Ergebnis mit Zuordnung der Ebenen zu den Kanälen (X1/X2).
Zweiebenen-Auswuchtfenster: Run#0…RunTrim, Massen, Restunwucht
Das Zweiebenen-Auswuchtfenster: Run#0…RunTrim, Massen, Restunwucht.
Die Schaltfläche für das Polardiagramm
Die Schaltfläche für das Polardiagramm — dort lassen sich die Gewichtspositionen am einfachsten ablesen.
Polardiagramm: wo und wie viel Masse hinzuzufügen ist
Das polare Ergebnisdiagramm: der rote Pfeil — Drehrichtung, der rosa Punkt — Position des Probegewichts (0°), der grüne Punkt — wohin die Ausgleichsmasse kommt (hier 152° und 166°). Unten — der Schalter Masse hinzufügen/entfernen.

Die Ablauffolge wörtlich vom Support: “Run#0 — den Rotor ganz ohne Gewicht starten… Run#1 — das Probegewicht in Ebene 1 anbringen… Run#2 — das Probegewicht wird verschoben von Ebene 1 nach Ebene 2 (nicht zusätzlich angebracht!). Nach Run#2 alle Probegewichte entfernen und nur die von der Software berechneten Ausgleichsmassen anbringen.”

Wie der Winkel gezählt wird — der wichtigste Punkt überhaupt

  • Der Winkel wird gezählt ab der Position des Probegewichts, in Rotordrehrichtung.
  • Beispiel: Das Probegewicht war bei “12 Uhr”, der Rotor dreht sich im Uhrzeigersinn (aus Ihrer Sicht), die Berechnung ergibt 90° → das Ausgleichsgewicht kommt auf “3 Uhr”.
  • Der klassische Fehler: Zählung gegen die Drehrichtung (Anbringen bei 360−70=290° statt bei 70°) — die Vibration stieg. Wurde es nach dem Anbringen des Gewichts genau “spiegelverkehrt” schlimmer — überprüfen Sie Ihre Zählrichtung.
  • Bei “festen Positionen” (Flügel, Schrauben) gibt das Programm Positionsnummern aus (z. B. Z5) und teilt die Masse auf die beiden nächstgelegenen auf.
Winkelmarkierung auf dem Rotor in Drehrichtung
Winkelmarkierung auf dem Rotor, in Drehrichtung.
Markierung 0 → 45° ab der Position des Probegewichts
Markierung 0 → 45° ab der Position des Probegewichts.

Anbringen der Ausgleichsgewichte

  1. Die Hälfte der berechneten Masse anbringen (bei mitgenommenen Maschinen ein Drittel). Das System ist fast immer nichtlinear; das volle Gewicht “schießt” oft “über das Ziel hinaus”. Das Gerät erfasst den Rest bei der nächsten Iteration.
  2. Material — Stahlplatten/Vierkantstahl (z. B. 20×20 mm), auf der Waage gewogen.
  3. Befestigung: Schweißen — der Standard für Mulcher und Lüfter (für die Schweißnaht ~100 g einkalkulieren); Schrauben/Unterlegscheiben auf Nieten — für dünne Laufräder; Schlauchschellen — eine praktikable Option für Gelenkwellen (mit Schraubensicherung fixieren). Aufgeklebte Gewichte fallen auf schmutzigen/öligen Oberflächen ab. Das Probe- und das Ausgleichsgewicht kommen auf denselben Radius.
    Ein auf die Trommel geheftetes Gewicht
  4. Materialabtrag (Bohren) wird verwendet, wenn ein Anbringen nicht möglich ist; das Programm kann “für Entfernung” berechnen (Kontrollkästchen).

Der Kontrolllauf und die Iterationen

  1. RunC — eine Kontrollmessung mit angebrachten Gewichten.
  2. Achten Sie auf den Rückgang: eine normale Dynamik ist ein mehrfacher Abfall pro 1–2 Iterationen (z. B. 30 → 7 → 3 mm/s).
    Vollständiger Ablauf Run0 → Trim auf dem Bildschirm
    Ein vollständiger Zyklus Run0 → Trim an einem realen Mulcher.
    Ein erfolgreicher Trim-Lauf
    Ein erfolgreicher Trim-Lauf.
  3. Das Programm berechnet ein Nachwuchtgewicht. Wiederholen, bis Sie innerhalb der Toleranz liegen (Kapitel 06).
  4. Wenn Sie bei reduzierter Drehzahl begonnen haben — auf die Arbeitsdrehzahl erhöhen und dort feinauswuchten.
  5. Wenn die Vibration gestiegen — aufhören, nicht weiter anschweißen. Wechseln Sie zu Kapitel 07.

Auswuchten in einer Ebene

Alles gleich, aber nur zwei Läufe: Run 0 und Run 1 (Probegewicht). Der Sensor — X1 an der Lagerung nächst der Ausgleichsebene.

Auswuchten auf einem Dorn (auf einer Werkzeugmaschine)

Wird der Rotor auf einem Maschinendorn ausgewuchtet, wird die Exzentrizität des Dorns kompensiert, indem der Rotor um 180° relativ zum Dorn gedreht wird (Kontrollkästchen “Mandrel” im Programm). Die Tacho-Markierung bleibt auf dem Dorn.

Die Reihenfolge-Checkliste für den Einsatz vor Ort

1. Mechanik in Ordnung? (Spiel, Risse, Befestigungen, Messer)      → ja
2. Sensoren radial, X1/X2 nicht vertauscht                    → ja
3. Markierung auf der Nabe, Drehzahlanzeige stabil                    → ja
4. Vibrometer: Amplitude/Phase stabil                   → ja
5. Auswuchten: Radius eingegeben, Gramm, "hinzufügen"              → ja
6. Run0 → Run1 (Probe Eb.1) → Run2 (Probe Eb.2)
7. Änderung durch Probegewicht ≥20-30%?                      → ja
8. HALBE berechnete Masse anbringen, Winkel IN Drehrichtung
   ab der Position des Probegewichts
9. Kontrolllauf → Nachwuchten → wiederholen
10. Innerhalb der Toleranz? → Bericht, Probemarkierungen entfernen, einpacken

Wie lange es dauert

An einem Übungsstand — Minuten. Ein realer Lüfter oder ein Mähwerk mit intakter Mechanik — etwa 1,5 Stunden einschließlich Sensormontage und Anschweißen der Gewichte. Bei einer defekten Maschine können es Tage werden (siehe die Fallstudien) — und das liegt dann nicht am Gerät.

WhatsApp
Balanset-1A · €1975Ingenieur fragen